JFG Bibertgrund
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Freunde des Spektakels,

es kann doch kein schöneres Kompliment für die Athleten der U19 geben, als diese Aussage eines Zuschauers: „Für so ein Spiel würde ich auch Eintritt zahlen“.

Anlass war keine hollywoodreife Massenschlägerei a la „4 Fäuste für ein Halleluja“, sondern eine bockstarke Mannschaftsleistung der 13 Bibertgründer im Heroldsberger Flutlicht.

Ihr wisst, dass wir in den ersten Spielen dieser Herbstrunde noch nicht so richtig glücklich waren mit dem Aktivitätslevel unserer Schützlinge. Jaja, die Ergebnisse waren zwar ordentlich, aber unser Anspruch ist und bleibt eine konstante Weiterentwicklung, egal auf welchem Level und in welcher Altersgruppe. Und selbst wenn manchmal der Gedanke aufkommt, dass sie schon ziemlich weit sind, ist es doch immer ein gewisser Trugschluss. Weil es einfach immer weiter geht. Bis wir sie dann irgendwann (leider) in die Welt der Vollmannschaften ziehen lassen (müssen).

Doch bis dahin ist es noch ein bisschen, lasst uns mal genauer auf das heutige Spiel eingehen: Freitagabend, Flutlicht, Kunstrasen, sehr kleiner Platz. Für alle Mannschaften, die nicht regelmäßig unter solchen Bedingungen trainieren, ist das immer eine Herausforderung. Damit nicht genug, hatten wir auch noch mehrere verletzungsbedingte Ausfälle: 3 von 4 Stammspielern unserer 4er-Kette konnten nicht antreten. Nicht gut.

Die letzten 2 Tage vor dem Spiel waren sodann durchtränkt von den unterschiedlichsten Überlegungen, wie wir umstellen werden …. schlussendlich setzte sich die Variante mit 3 Stürmern in der letzten Verteidigungslinie durch. Ein Experiment, geboren aus der Notwendigkeit. Aber war es auch erfolgreich?

Freunde des ehrlichen, leistungsorientierten Juniorenfussballs, was soll ich sagen? Die Jungs haben unsere optimistischsten Erwartungen noch übertroffen. Es war eine unglaubliche Willensleistung, die letztendlich zu diesem Ergebnis geführt hat. So spricht es auch Bände, was die betroffenen Spieler im Vorfeld gesagt haben, als sie von ihren neuen Positionen erfahren haben: “Geht safe klar, Coach“, „Klar gehe ich in die 4er Kette, geil!“
Es gab kein Gemotze ob der ungewohnten Positionen, sondern ein „Natürlich machen wir das, auf gehts!“ und es ging mit einem Lachen im Gesicht auf den Platz.

Spannung pur dann beim Anpfiff, was wird uns erwarten? Geht die Rechnung auf oder wird es ein Debakel? Im Training haben wir zwar versucht, uns bestmöglich auf dieses Spiel bzw. diese Bedingungen vorzubereiten, mehrfach die taktische Marschroute besprochen, um dann jedoch in den ersten 20 min am Freitag mitzuerleben, dass wir es doch ganz anders machen. Nicht gut.

Jeder, der selber mal Sport betrieben hat, weiß um die Schwierigkeit von theoretischen Vorgaben und der praktischen Umsetzung oder auch dem Unterschied von Training und Wettkampf. Und im Fußball steht blöderweise auch noch ein Gegner mit auf dem Platz.

Es kam wie es irgendwie wahrscheinlich auch kommen musste, nach 10 min lagen wir hinten, ein absolut sehenswerter und verdienter Treffer für die Gastgeber. 0:1. Na klasse, das kann ja noch lustig werden, super Idee mit der neuen 4er Abwehrkette.

Doch dann kam dieser Moment.

Während Heroldsberg sich nach ihrem verdienten Führungstreffer noch feierte und pushte, haben wir den Schalter umgelegt und kurz nacheinander 2 Tore gemacht. Erinnert Ihr Euch noch an Schwabach in der letzten Saison? An den Moment, als das Spiel zu unseren Gunsten gekippt ist? Genau das passierte auch in der 20. Minute in Heroldsberg, Ausgleich, 1:1, kurz darauf das 2:1. Vielleicht haben die ersten gegnerischen Spieler hier schon gespürt, dass jetzt gerade was anders wird. Denn das wurde es auch. Wir haben endlich angefangen so zu spielen, wie wir es uns vorgenommen hatten. Und das trotz aller Holzhackerei, eingesprungenen Grätschen, Trikot zerren, Torwart umrempeln, etc.. Wir haben uns einfach nicht davon beeindrucken lassen.

Das ist reif. Sehr reif.

Hinten hat die 4er Kette 2.0 eifrigst ihren Dienst aufgenommen und zwar so, als würden sie das schon seit Längerem gemeinsam machen (Sonderlob), in der Mitte haben wir peu à peu die Kontrolle übernommen und vorne haben wir eine erbauliche Effizienz an den Tag gelegt:
Marc, Elfmeter links unten, souverän. Deniz aus dem Halbfeld, direkt angenommen, flach hart unten ins Eck. Dann Flo alleine auf den Torwart, flach am selbigen vorbei, nochmal Flo mit einem Heber vor dem Strafraum, Torwart zu weit draußen und schlussendlich Jannick pfeilschnell links vorbei und ins kurze Eck, jedes Einzelne ein Genuss für Fußballliebhaber.

Freunde, ein Spiel unter diesen ungünstigen Gegebenheiten so souverän zu gewinnen, ist Mentalität pur. Gänsehaut. Die Umstände annehmen und seien sie noch so widrig und zeitgleich dem Spiel den eigenen Stempel aufdrücken, ist herausragend. Es ist eine eigene Qualitätsstufe.

Chapeau A1.



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